Rebranding – die mobile Neuausrichtung ist so wichtig wie nie

Beim Rebranding eines Unternehmens gibt es innerhalb des allumfassenden Plans zum Imagewechsel etwas, das besondere Beachtung finden sollte. Die Rede ist im Folgenden daher hauptsächlich vom mobilen Aspekt einer grossen Änderung, der in Zeiten von Smartphones, Tablets und Co. von enormer Wichtigkeit ist.

Ein Imagewechsel oder auch Rebranding ist immer ein bedeutsames Vorgehen. Manche Unternehmen ändern ihr Logo, ihren Namen oder den Slogan, und zwar meist aus dem Grund, sich verstärkt von der Konkurrenz abzuheben, einen negativen Ruf loszuwerden oder den Verkauf anzukurbeln. Und weil die mobile Nutzung des Internets sich immer weiter verbreitet, spielt die mobile Planung dabei eine besondere Rolle im ganzen Prozess.

Die hier aufgeführten fünf Fragen geben erste Gedankenanstösse darüber, was beim Rebranding beachtet werden sollte.

1. Brauche ich jetzt eine App?

Diese Frage ist aus dem Grund wichtig, weil sie – entgegen der weit verbreiteten Meinung – nicht immer bejaht werden sollte. Apps eignen sich nicht automatisch für jede Firma der Welt. Wann wird sie wirklich benötigt? Wenn sie ihren Nutzern eine abgerundete und angenehme Erfahrung bringt, die zum Wesen der Marke passt und wenn sie ausserdem eine Plattform darstellt, die die Interaktion mit dem Unternehmen ermöglicht.

Eine andere Frage lautet: Wann sollte eine App besser wieder verschwinden? Manche Unternehmen haben nur deshalb eine App, um eine vorweisen zu können und weil leicht der Eindruck entsteht, dass eine App heutzutage unverzichtbar ist. Das ist nicht der Fall. Das beste Zeichen dafür, dass eine App die investierte Zeit und das Geld nicht wert ist, ist der gleiche Inhalt wie auf der mobilen Webseite. Wenn schon eine App, muss sie sich wenigstens dadurch auszeichnen, den Nutzern einen Mehrwert zu bieten, den sie sonst nirgends finden.

2. Wie sollte die mobile Webseite aussehen?

Die mobile Internetnutzung steigt stetig, was bedeutet, dass viele Webseiten nicht mehr nur über Laptops und PCs, sondern verstärkt über Smartphones, Tablets usw. aufgerufen werden. Somit liegt auf der Hand, dass eine Seite, die sich auf mobilen Bildschirmen nicht angenehm anzeigen lässt, eine regelrechte Blamage für das jeweilige Unternehmen darstellt.

Die Antwort auf die Frage lautet daher: Sie muss ansprechbar aussehen. Der Aufbau einer mobilen Präsenz und die Etablierung auf dem Markt sind für Unternehmen ohne ansprechende Seite sehr schwierig. Auch Marken mit eigenen Apps sollten sichergehen, dass ihre Webseite sich für mobile Endgeräte eignet, denn nicht alle User wollen eine App herunterladen.

3. Sollte die Marke die mobilen User anders ansprechen?

Die meisten Nutzer sind der Meinung, dass die Interaktion mit Unternehmen am besten über Apps und mobile Seiten funktioniert. Wenn aber eine besonders intensive Kundenbindung bezweckt wird, sollte unbedingt darauf Wert gelegt werden, wie das Unternehmen die Kunden „anspricht“.

Im Rebranding-Prozess ändern viele Marken ihren Namen, ihr Logo oder ihren Slogan, um eine neue Identität aufzubauen. Über diese neue Identität versucht das Unternehmen meist, neue Werte und Eigenschaften zu vermitteln. Daher sollte die verwendete Sprache diese neuen Charakteristika ebenfalls reflektieren. Eine gute Möglichkeit zur Umsetzung ist hier beispielsweise eine App mit Push-Benachrichtigungen, die die Nutzer in geeignetem Ton ansprechen.

4. Ziele ich auf das richtige Publikum ab?

Bei einem Imagewechsel kann es immer vorkommen, dass das Zielpublikum sich ebenfalls ändert. Daher ist er eine gute Gelegenheit, eine Nische zu bedienen und zu versuchen, eine kleinere Zielgruppe zu erreichen. Diese Strategie muss auch im Mobile-Marketing eine Rolle spielen: Die neue Definition der Zielgruppe der Marke sollte ebenso in Apps und mobilen Webseiten dazu führen, ein bestimmtes Publikum anzusprechen.

Hierbei kann es von enormem Vorteil sein, zuerst verschiedene Gruppen als potenzielles Zielpublikum zu testen. So sollten Unternehmen erst einmal herausfinden, was funktionieren könnte und was nicht, bevor sie eine spezielle Zielgruppenansprache (Targeting) in den Prozess der Neuausrichtung mit aufnehmen.

5. Sollte ich eine energische Marketing-Kampagne führen, um das neue Konzept vorzustellen?

Eine Marke, die ihr Logo, ihren Slogan oder sogar den Namen ändert, sollte sich sehr darum bemühen, den Markt auf positive Art und Weise darüber zu informieren. Sie muss sicherstellen, dass Veränderungen angenommen und genau die Botschaften vermittelt werden, die sie zu vermitteln auch beabsichtigt. Scheitert dieser Versuch, ist das Feedback der Konsumenten schnell negativ und der Imagewechsel hat seinen Zweck verfehlt. Eine gute Methode dafür ist eine starke Werbekampagne, die sich an den neuen Werten der Marke orientiert.

Innerhalb des Marketings ist es also wichtig, das Publikum über das neue Firmenimage zu informieren, bevor negatives Feedback aufkommt. Mobile-Marketing eignet sich dafür besonders gut. Eine überzeugende und erfolgreiche Rebranding-Kampagne soll der Zielgruppe das neue Logo, die neuen Werte oder auch nur das neue Design auf ansprechende Art und Weise zeigen, um sie Schritt für Schritt vom neuen Konzept zu überzeugen.

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